Schubert’s Winterreise

Unter der Schirmherrschaft von Helmut Schmidt wurde am Freitag, den 12. Oktober 2007 im Großen Saal der Laeiszhalle Schuberts Winterreise aufgeführt. Der gesamte Erlös kam CaFée mit Herz zugute.

Nach vielen Stationen in Deutschland haben wir die Oper für Obdach nach Hamburg geholt, um – wie es die Frankfurter Allgemeine Zeitung beschreibt: „auf die Inhalte zu lenken, deren Aktualität oft brennend erfahren wird“.

Oper

Die Krähen schrein

Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt;

–       bald wird es schnein,

Weh dem, der keine Heimat hat!
Friedrich Nietzsche

Diese letzte Strophe aus  Friedrich Nietzsches  Gedicht „Vereinsamt“ beschreibt in existentieller Weise worum es auch in Franz Schubert ´s Winterreise geht:

Das Suchen nach Nähe des Menschen zu anderen Menschen, die Kälte, das Unverstandensein, das Ausgestoßensein, das sich selber Ausgrenzen, die Einsamkeit, den Tod,  und die Sehnsucht  dies alles mit Liebe zu überwinden.

Die Lieder dieses Liederzyklus werden in dieser Aufführung, in ihrem Verlauf und musikalischen Form unangetastet,  zu einer Folge von lebendigen, lyrischen Szenen. In ihnen werden die Stationen, Situationen, inneren Befindlichkeiten und seelischen Abgründe des von der Welt verstoßenen und von ihr sich abwendenden „Winterreisenden“ gezeigt. Die Radikalität der Gedichte von Wilhelm Müller erfuhr durch die Musik Franz Schuberts  eine ebenso radikale Entsprechung.

Die Erwartung eines biedermeierlichen Idylls, dem die bürgerlich-heimelige Liederabendatmosphäre entspricht, wird von dieser Inszenierung radikal enttäuscht. Der Zuschauer ist dem kahlen, sparsam ausgestatteten Bühnenraum und dem manchmal blendenden Weiß ebenso ausgeliefert, wie der von der Welt verstoßene  und aus ihr fliehende Wanderer der eisigen Winterlandschaft.

Der Winter und die Reise in ihn hinein ist dafür Metapher.

„Ich werde euch einen Zyklus schauerlicher Lieder vorsingen. Ich bin begierig zu sehen, was ihr dazu sagt. Sie haben mich mehr angegriffen, als dies bei anderen der Fall war. Mir gefallen diese Lieder mehr als alle, und sie werden euch auch noch gefallen.“

                                                            Franz Schubert an seine Freunde

Ensembles:

  • Christoph von Weitzel, Bariton
  • Gerold Huber, Klavier
  • Hugo Scholter, Regisseur

 

So wurde es möglich:

Wir danken für die großzügige Unterstützung unserer Sponsoren und Freunde, ohne die diese großartige Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre:

Unser besonderer Dank gilt unserem Schirmherrn, Herrn Bundeskanzler a. D. Helmut Schmidt, der uns „mit großer Freude“ unterstützt hat. 

Danken müssen wir vor allem auch

  • Barclaycard, die die Miete für den großen Saal der Laeiszhalle übernommen hat
  • Der Hamburgischen Staatsoper für das gesamte Equipment wie die Lichttechnik, die schwarzen Vorhänge, den schwarzen Tanzteppich, die Stellwände, Manpower und vieles mehr
  • Bühnenbau Nord für die Motoren und Eisenstangen, um die Vorhänge nach oben zu ziehen
  • Dem Kempinski-Atlantic Hotel für die Unterbringung des Ensembles
  • Der Konzertkasse Gerdes, die für uns den Vorverkauf übernommen hat einschl. der daraus entstandenen Kosten und zusätzlich noch an der Abendkasse die Karten verkauft hat
  • Dem Lionsclub St. Pauli, der die Kosten für den Steinway-Flügel übernommen hat

Für die großzügige finanzielle Unterstützung bedanken wir uns vielmals bei

  • Firma Helm
  • Notariat am Alstertor, Herrn Voscherau
  • Firma Quantum
  • BMW
  • Firma Max Kroenert
  • Firma Knaack und Jahn
  • Herrn Willi Bartels

Ebenfalls ein großes Dankeschön allen Ehrenamtlichen Mitarbeitern und allen Mitarbeitern von CaFée mit Herz, die den Bühnenum- und Rückbau übernommen haben und von 06.00 Uhr Morgens bis 00.30 damit beschäftigt waren. ihr habt bis an die Grenzen Eurer Leistungsfähigkeit gearbeitet, vielen herzlichen Dank dafür.

Nicht zu vergessen unseren Chor, der wochenlang an vielen Abenden geprobt hat. Tatjana Horbenko-Enomoto, unsere Chorleitung, die mit mütterlichem Lob und Strenge mit uns in ihrer Freizeit geübt hat und dies unermüdlich zwei Mal die Woche weiter tut, Dir ein besonderer Dank für Dein großartiges Engagement.

Presse:

Winterreise.mov 1.10.2007

Oper für Obdach Mopo 1.10.2007